Weihnachtskonzert mit Eike Wilm Schulte und dem Vocalensemble „Musica Classica“ in Herscheid

(04.12.2016)

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Eike Wilm Schulte nahm die Zuschauer mit auf eine musikalische Reise durch die Weihnachtswelt und begeisterte mit seiner herausragenden Stimme.

In Plettenberg geboren ist der Kammersänger Eike Wilm Schulte seiner Heimat bis heute treu geblieben. In diesem Jahr feierte der Kammersänger, dessen Karriere als Opernsänger 1966 begann, sein 50. Bühnenjubiläum. „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst.“ Nach dieser Devise, die bei Proben entstanden ist und bei der Ernsthaftigkeit in der Musikwelt der Humor nicht außer Acht gelassen werden sollte, lebt er heute in Wiesbaden und ist immer noch mit großen Partien an der Bayerischen Staatsoper München engagiert.  

In der heutigen Zeit rückt die klassische Musik immer mehr in den Hintergrund und gerät in Vergessenheit. Mit Konzerten soll die Kunst der Klänge, begleitet mit verschiedenen Klangwerkzeugen, wieder mehr in den Vordergrund rücken und den Menschen näher gebracht werden. Die Musik ist Balsam für die Seele. Sie strahlt Zufriedenheit, Freude und Glück aus, hilft Probleme zu vergessen und fordert zum Tanz auf.  Ein Grund mehr sich der klassischen Musik und den Gesängen zu widmen. Dies ist der Wunsch des gebürtigen Plettenbergers.

Mit einem Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche St. Mariä Aufnahme in den Himmel am vergangenen Sonntag verzauberte Eike Wilm Schulte die Herscheider Konzertbesucher. Das vollbesetzte Gotteshaus verwandelte sich dabei in einen Konzertsaal.

Neben klassischen Weihnachtsliedern, zum Teil im Wechselgesang mit dem Wohlklang des Vocalensembles „Musica Classica“ und der Gemeinde, begleitet von Erika Le Roux am Klavier, Stefan Bröcher an der Orgel und Joachim Weigert mit der Trompete, gab es Erzählungen und besinnliche Gedichte zu hören. „Nun danket alle Gott“, mit dieser Ouvertüre von Johann Crüger in einer Fassung für Orgel und Klavier wurde der weihnachtlich gestaltete Abend eröffnet. Danach gab es die selten gespielte Ausgabe des Chorals „Vom Himmel hoch da komm ich her“ mit dem unterlegten Bach-Präludium aus dem 16. Jahrhundert. Daneben die auch bis heute noch beliebten englischsprachigen Weihnachtslieder „White Christmas“, „O Holy Night“ (das meist gesungene Weihnachtslied in England, Amerika, Kanada, Süd-Afrika und Neuseeland) und „Jingle Bells“. „Desiderata“ (Sei Du selbst), eine alte Prosa, gibt einfache Lebensweisheiten wieder, die man allzu oft vergisst. Die Choräle „Macht hoch die Tür“ und „Tochter Zion freue dich“ dienten zum mitsingen der Gemeinde. Leon Lorey aus Plettenberg streichelte sanft die Seiten seiner Konzertharfe und gab mit feinen Klängen weihnachtliche Musikstücke zum Besten.

Die von Eike Wilm Schulte vorgetragene Erzählung einer kleinen Weihnachtsgeschichte mit dem Titel „Ein total verpatzter ‚Heiliger Abend‘“, in der Vater und Sohn versuchen eine alte Dampfmaschine in Betrieb zu nehmen und durch die Zugabe des Hauptbestandteils Wasser scheitert, soll zeigen, dass der eigentliche Sinn der Weihnacht trotz Missgeschick nicht vergessen werden darf. Die Zeit mit Menschen verbringen, die uns sehr am Herzen liegen.

Das weihnachtliche Konzert endete mit dem Kirchenlied „Großer Gott, wir loben Dich“, das als weltweit erster ökumenischer Choral in der Kirchengeschichte gilt und von allen Anwesenden gesungen wurde. Es folgten zwei großartige Zugaben, aber auch danach wollte noch keiner nach Hause gehen.

Vom Erlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten werden in diesem Jahr mit einem Teil wieder die Kindergärten bedacht.

Am 11. Dezember wird es ein zweites Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche St. Johannes Baptist in Plettenberg-Eiringhausen mit den gleichen Künstlern und einem etwas abgeänderten wunderschönen Programm ab 17.00 Uhr geben. 

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Weihnachtskonzert mit Eike Wilm Schulte und dem Vocalensemble „Musica Classica“ in Plettenberg

(11.12.2016)

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Vor einer Woche noch in Herscheid zu Gast und nun in Plettenberg in der katholischen Kirche St. Johann Baptist in Eiringhausen. Eike Wilm Schulte präsentierte am vergangenen Sonntag ein weiteres Mal mit seiner herausragenden Stimme im ausverkauften Haus ein Weihnachtskonzert der besonderen Art.

Der in Wiesbaden lebende Opernsänger Eike Wilm Schulte feierte in diesem Jahr sein 50. Bühnenjubiläum. Sein Debüt gab er im Jahr 1966 an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf. An allen Opernhäusern der ganzen Welt war der renommierte Sänger zu Gast.

Der bis heute seiner Heimat treu gebliebene Plettenberger, Kammersänger Eike Wilm Schulte, verzauberte erneut mit klassischen Weihnachtsliedern, zum Teil im Wechselgesang mit dem ausgezeichneten Vocalensemble „Musica Classica“ und der Kirchengemeinde, begleitet von Erika Le Roux am Klavier, Stefan Bröcher an der Orgel und Joachim Weigert mit der Trompete, die zahlreich erschienenen Gäste. Zwischen den musikalischen Stücken gab es Erzählungen und besinnliche Gedichte zu hören.  Das Gotteshaus verwandelte sich dabei in einen Konzertsaal.

Mit der Ouvertüre „Nun danket alle Gott“ von Johann Crüger wurde der weihnachtlich gestaltete Abend eröffnet. „Engel haben Himmelslieder“ aus dem Französischen von Henry Smart, gesungen vom Vocalensemble „Musica Classica“ und begleitet von Erika Le Roux am Flügel, ließ die Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest noch größer werden. „Hört der Engel große Freud“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy nach der Melodie eines englischen Weihnachtsliedes gehörte zum Programm des Abends wie auch drei bis heute bekannte englischsprachige Weihnachtslieder „White Christmas“, Jingle Bells“ und „O Holy Night“, die an diesem Abend in Deutsch und Englisch gesungen wurden. „O Holy Night“ gilt als das meistgesungene Weihnachtslied und dieses durfte an diesem Abend nicht fehlen. „Ich bete an die Macht der Liebe“ besingt die Liebe zwischen Gott und den Menschen und galt viele Jahre als die heimliche Nationalhymne Russlands. Heute ist das Lied Bestandteil des „Großen Zapfenstreichs“ in Deutschland. Aus Norbert Schultzes Oper „Der schwarze Peter“ das Liebeslied „Ach, ich habe meinem Herzen da innen“, erfüllt eine Sehnsucht nach Zweisamkeit und Glück. Die Ehefrau des im Jahr 2002 verstorbenen Komponisten Norbert Schultze stellte Eike Wilm Schulte das Original Manuskript zur Verfügung.

Bei „Silentium“, ein feierlich gespieltes Trompeten-Solo von Joachim Weigert, hörten alle gespannt zu. „Frohlock, o Juda“, eine Arie des Simon aus dem Oratorium „Judas Maccabäus“ von Georg Friedrich Händel, war ebenfalls Bestandteil des musikalischen Abends. Die Gemeinde beteiligte sich gesanglich an den Chorälen „Macht hoch die Tür“ und „Tochter Zion freue dich“. Der Plettenberger Leon Lorey ließ die Gäste mit seiner Konzertharfe ins Träumen geraten und verbreitete im Gotteshaus in alle Ecken weihnachtliche Klänge.  

Die von Eike Wilm Schulte vorgetragene Weihnachtsgeschichte mit dem Titel „Ein total verpatzter ‚Heiliger Abend‘“, in der Vater und Sohn versuchen eine alte Dampfmaschine in Betrieb zu nehmen und durch die Zugabe des Hauptbestandteils Wasser scheitert, soll zeigen, dass der eigentliche Sinn der Weihnacht trotz Missgeschick nicht aus den Augen verloren werden darf. Die Zeit mit Menschen verbringen, die uns am Herzen liegen. Eine alte Frau hofft mit ihrem Brief „An den lieben Gott“ auf eine Spende in Höhe von 100 Mark und wird eines Besseren belehrt, als der Brief an das Finanzamt geschickt wird und sie nur 70 Mark bekommt. Himmlisches Geld sollte man niemals über das Finanzamt laufen lassen.   

Das weihnachtliche Konzert wurde mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“, ein ökumenisches Kirchenlied aus dem 4. Jahrhundert, im Wechselgesang des Vocalensembles und der Gemeinde beendet. Eike Wilm Schulte erntete langanhaltenden Applaus für seine Darbietung, die er extra für seine Heimat zusammenstellte.

Vom Erlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten aus den Konzerten in Herscheid und Plettenberg werden in diesem Jahr mit einem Teil wieder die Kindergärten bedacht.

Seit vielen Jahren ist Eike Wilm Schulte mit seiner Heimat verbunden und es ist ihm immer eine besondere Freude die klassische Musik in die Region zu bringen. Im kommenden Jahr steht das Konzert „Die Zauberflöte“ auf dem Plan. Hier werden die Kinder mit einbezogen, die in Kostüm und Maske Szenen aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper darstellen. 

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Weihnachtskonzert mit Eike Wilm Schulte, dem Vocalensemble „Musica Classica“ und Anne-Kathrin Frank in Herscheid

(10.12.2017)

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Ein Palast eröffnete sich den Besuchern des Weihnachtskonzertes in der katholischen Kirche St. Mariä Aufnahme in den Himmel mit Bariton Eike Wilm Schulte, der durch den Abend führte und weihnachtliche Stimmung mit herausragenden Klängen verbreitete.

In der heutigen Zeit gerät das Kulturgut Oper zunehmend in Vergessenheit. Nur noch wenige Kinder bekommen die Möglichkeit, das Erlebnis der klassischen Musik zu erfahren, die unabhängig vom Bildungsstand, der Herkunft und der Interessenlage des Umfeldes immer mehr an Bedeutung verliert. Die Musik wird fast nur noch virtuell konsumiert.

Eike Wilm Schulte ermöglichte am vergangenen Sonntag den Kindern wie auch den Erwachsenen den Zutritt in die Welt der Oper, damit diese die Kunstform erleben konnten. „Die Zauberflöte“, die letzte von insgesamt 19 komponierten Opern des Wolfgang Amadeus Mozart und Prototyp des deutschen Singspiels, wurde an diesem Abend mit bunten Kostümen spielerisch aufgeführt. Dieses außergewöhnliche Konzert plante Eike Wilm Schulte bereits im vergangenen Jahr. Seit Anfang des Jahres fanden regelmäßig Proben zusammen mit dem Vocalensemble „Musica Classica“ statt.

Zum ersten Mal in Herscheid zu Besuch war die Koloratursopranistin Anne-Kathrin Frank von der „Jungen Oper Zürich“. Unter Koloratur versteht man eine im Gesang schnelle Abfolge von Tönen mit kurzen Notenwerten in gleicher Länge. Mehrere Töne fallen gemeinsam auf den Vokal einer Textsilbe, die gebunden oder staccato (abgetrennt) ausgeführt werden können.  

Anne-Kathrin Frank, die in zwei Rollen (Pamina und Papagena) schlüpfte, gestaltete die Arie der „Zauberflöte“ mit komödiantischem Talent und leichtem, höhensicheren Koloratursopran. Weiter zum Ensemble gehörten Stefan Bröcher (Chorleiter und Organist), Erika Le Roux (Flügel), Joachim Weigert (Trompete), Kinder zum Mitsingen und selbstverständlich das Vocalensemble „Musica Classica“.  

Der weihnachtlich gestaltete Abend begann mit dem Eingangschoral „Brich an, du schönes Morgenlicht“ von Josef Haydn. Pfarrer Hans Erlemeier begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste des Abends, die trotz des über den ganzen Tag andauernden Schneefalls den Weg in die Kirche fanden. Es folgte die Mozart-Sonate in A-Dur in vier Variationen am Klavier, vom Chor vorgetragen „Brennende Lichter“ und der Choral „Großer Gott wir loben Dich“ zusammen mit dem Chor, Soli, Trompete und der Gemeinde gesungen.

Papageno, ein ersonnener Vogelhändler, ein tölpelhafter und komischer Charakter, ist dem Kasperl und den Hanswursten des Wiener Volkstheaters nachgebildet. Das Attribut des „Bescheidwissers“ ist die Panflöte, mit der er die Vögel anlockt. Der Tolpatsch, der das Leben und seine Papagena über alles liebt, bringt mit seiner gefiederten Gestalt und seinen Arien grell bunte Farben in das ernste Spiel. Pamina, Tochter der Königin der Nacht, die unter strengster Bewachung des Mohren Monostatos steht. Monostatos ist besessen von dem Wunsch, Pamina zu besitzen. Papagena, ein altes verkleidetes Weib mit verstellter Stimme, tritt in der Oper erst viel später in einer komischen Rolle in Erscheinung, um schließlich ein wundervolles Liebesduett mit Papageno zu singen. Die Liebe der beiden zueinander lässt Papagena in eine schöne Vogelfängerin verwandeln.

Nicht nur die „Zauberflöte“ stand an diesem Abend im Mittelpunkt. Weihnachten ohne Weihnachtslieder wäre nicht auszudenken. So gehörten unter anderem „In dulci jubilo“, Gebt acht, ihr Hirten“, „Die Nacht vor dem Heiligen Abend“, „Wenn zwei Herzen warten auf die heil’ge Nacht“ und „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“ zum Programm. Bei Hugo Hartungs Weihnachtsgeschichte „Mein Vater und die Dampfmaschine“ hörten Klein und Groß gespannt zu. Ein hektischer Weihnachtsabend mit der Inbetriebnahme einer Dampfmaschine, die außer Kontrolle geriet und die Familie vergessen ließ, Weihnachtslieder unter dem Weihnachtsbaum zu singen, was zur späten Nachtzeit auf Bitten der Kinder nachgeholt wurde, auch wenn die Stimmen nicht in Hochform waren. 

Das Finale wurde mit „Fröhliche Weihnacht überall“ eingeläutet, das alle Anwesenden in der Kirche mitsangen. Anne-Kathrin Frank erntete für „Ave Maria“ langanhaltenden Applaus. Zum Schluss erklang „Silentio“ aus der Trompete, gespielt von Joachim Weigert.

Es war ein Weihnachtskonzert, das in zweierlei Hinsicht nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Zum einen die herausragenden Künstler, die mit ihren Stimmen die Kirche weihnachtlich erfüllten, und zum anderen der einsetzende Schneefall, der den Weg zur Kirche erschwerte. Bis auf ein paar freie Plätze waren alle Bänke besetzt. Nur wenige Konzertliebhaber aus weiterer Entfernung schafften es aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse nicht nach Herscheid.

Der Erlös aus den verkauften Eintrittskarten wird erneut für einen guten Zweck eingesetzt, der im kommenden Jahr bekannt gegeben wird.  

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Weihnachtskonzert mit Eike Wilm Schulte, dem Vocalensemble „Musica Classica“, Anne-Kathrin Frank und den Rhein-Main-Philharmonikern aus Frankfurt in Herscheid

(15.12.2018)

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Die Ebbegemeinde hat sich auf die bevorstehende Weihnachtszeit eingestimmt und wurde mit einer grandiosen Darbietung von Bariton Eike Wilm Schulte, dem Vocalensemble „Musica Classica“ und Anne-Kathrin Frank in der Gemeinschaftshalle in den Bann gezogen. Zum ersten Mal zu Gast waren die Rhein-Main-Philharmoniker aus Frankfurt.

Vor dem großen Auftritt am vergangenen Samstag probte das Vocalensemble „Musica Classica“ noch ein letztes Mal, bevor es ernst wurde. Auch die Vorbereitungen und die Ausschmückung der Gemeinschaftshalle standen auf dem Plan. Neben der Bühne wurden geschmückte Weihnachtsbäume aufgestellt und Christrosen zierten die Bühnenumrandung. Wenige Minuten vor dem Weihnachtskonzert probten die Rhein-Main-Philharmoniker noch ein letztes Mal. Die wartenden Zuschauer vor der Tür zeigten sich schon ungeduldig. Einerseits waren sie froh bei der Eiskälte im Warmen sitzen zu können und andererseits zeigten sie sich erwartungsvoll auf einen klassischen Abend der besonderen Art, wie es die Ebbegemeinde noch nicht erlebt hat. Ein Zusammenspiel mit Bariton Eike Wilm Schulte, Koloratursopranistin Anne-Kathrin Frank und die Philharmoniker aus der Rhein-Main-Metropole Frankfurt, die zum ersten Mal in der Ebbegemeinde gastierten.

Die beginnende Weihnachts-Overtüre über den Choral „Vom Himmel hoch da komm` ich her“ von Otto Nicolai (1810 – 1847) ließ erahnen, welchen Verlauf der Abend noch nehmen vermochte. Klänge aus den Instrumenten der Rhein-Main-Philharmoniker, unter der Leitung von Reinhard Nietert, verbreiteten sich in der Gemeinschaftshalle, die sich in einen Opernsaal verwandelte. Pastor Albert Akohin ergriff das Wort und begrüßte alle Beteiligten auf und vor der Bühne mit den Worten: „Schön, dass es so etwas in unserem kleinen Städtchen Herscheid möglich ist“. Eine Einstimmung auf die Weihnachtszeit durch Töne und Musik.  

Hirten, die ihre Herden des Nachts hüteten, erschrocken vom Licht des Herrn, das sie umgab und zu Jesus Christus führte. So lautet die gesanglich erzählte Geschichte von „Sanctus“ aus der „Weihnachtsmesse“ (Jan Jakub Ryba / 1765 – 1815). Danach folgten für viele bekannt „Gloria“ und „Benedictus“ mit dem Vocalensemble „Musica Classica“. Märchenhaft ging es über zu „Hänsel und Gretel“, eine Orchesterfassung aus der Märchenoper von Engelbert Humperdinck (1854 – 1921). Koloratursopranistin Anne-Kathrin Frank übermittelte gesanglich mit „Weihnacht, Glocken läuten dich ein“ von Nico Dostal (1895 – 1981) den Zuschauern die Botschaft, dass in der törichten Welt voller Leid, Schmerz und Trauer die Liebe nicht fehlen darf, die in der Weihnachtsnacht die Herzen erhellt.

„Die Zauberharfe“ aus dem Zauberspiel „Rosamunde“ von Franz Schubert (1827) ließ die Rhein-Main-Philharmoniker ein weiteres Mal zu den Instrumenten greifen. Ein glänzender Stern in der Weihnachtsnacht und mit einem Halleluja von nah und fern ertönend tief in die Herzen eindringend den strahlend himmlischen Schein, soll Weihnachtsfrieden sein. Fallende Flocken, ein knisterndes Feuer, strahlende Kinderaugen, läutende Glocken, Beilegung von Zank und Hader, nicht Gut und nicht Geld, nur Liebe bringen Frieden und Glück auf diese Welt. Dies verdeutlichte Eike Wilm Schulte in seinem Sologesang „Und wieder ist Weihnacht“.

„Ave Maria“ aus dem Intermezzo „Cavalleria Rusticana“, eine sizilianische Bauernehre von Pietro Mascagni (1863 – 1945), vorgetragen von Anne-Kathrin Frank, erzählt die Geschichte über die trostspendende Jungfrau Maria, die darum gebeten wird niemanden im Stich zu lassen. „Brennende Lichter“ aus Mozarts Piano-Sonate in A-Dur, gesanglich vorgetragen vom Vocalensemble „Musica Classica“, zeigt die Bereitschaft, Weihnachten einkehren zu lassen.

Kurz vor der 15-minütigen Pause erklang ein musikalisch vorgetragenes Märchen durch die Rhein-Main-Philharmoniker; „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ zum Zeichentrickfilm von Walt Disney (1937). Hier bekam man das Gefühl, als ob die sieben Zwerge gleich auftauchen und Schneewittchen von ihrer bösen Stiefmutter befreien würden. Eine kurze Unterbrechung gab die Gelegenheit sich mit Weißwein und Rotwein sowie Säften, belegten Schnittchen und Kuchen in der Gemeinschaftshalle zu verköstigen. Doch dauerte es nicht mehr lange, als die Rhein-Main-Philharmoniker den Abend mit „Halleluja“ aus „Der Messias“ von G.F. Händel (1685 – 1759) fortsetzten. In teils englischer Sprache folgte „Hört die Engelsboten singen“ (Hark! The herald angels sing), aus dem engl. von Felix Mendelssohn-Bartholy (1809 – 1847), vorgetragen vom Vocalensemble „Musica Classica“. Das festliche Lied „Halleluja, singet dem Herren“, von G.F. Händel (1685 – 1759), ließ die klare und kräftige Stimme Eike Wilm Schultes weit hörbar in den Straßen rund um die Gemeinschaftshalle ertönen.

Lieder der Liebe setzten das Konzert fort. Anne-Kathrin Frank beeindruckte mit „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ von Robert Stolz (1882). Ihr tat es Eike Wilm Schulte nach mit „Zuneigung“ von Richard Strauss (1864 – 1949). Das Vilja-Lied aus der Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar (1870 – 1948) von der Koloratursopranistin gesungen. Eine Geschichte über einen jungen Jägersmann, der an einem Felsen Vilja (ein Waldmägdelein) erblickt, ihren Reizen verfällt, die ihn liebkost auf bisher unbekannte Weise und doch dann den liebeskranken Jüngling zurücklässt. Ein weiteres Liebeslied mit dem Titel „Wenn zwei Herzen sich in Liebe verbinden“ von Norbert Schultze (1911 – 2002) beendete diesen Part, bevor es mit einem Liebesduett mit „Lippen schweigen, `sflüstern Geigen“ von Franz Lehar weiterging. Dazwischen erklangen vom Orchester der „Schlittschuhläufer-Walzer“ von Emile Waldteufel (1837 – 1915), die “Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg (1848 – 1925) und das vom Vocalensemble „Musica Classica“ vorgetragene Lied „Jingle Bells“ von James Lord Pierpont (1822 – 1893).

„Gebet Mose“ aus der gleichnamigen Oper von G. Rossini, das beliebte Lied der „Christrose“ und „Ode an die Freude: Freude schöner Götterfunken“ galten als Zugabe zu den bereits vorgetragenen und festlichen Weihnachtsliedern. „Wenn Ihr die Christrose nicht singt, kommen wir nicht.“, sollen einige Leute unter den Zuschauern gesagt haben. Somit war die Christrose, wie in den vergangenen Jahren bei den bisherigen Weihnachtskonzerten mit Eike Wilm Schulte, auch in diesem Jahr wieder mit im Programm. Zu „Ode an die Freude: Freude schöner Götterfunken“ wurden die Zuschauer zum Mitsingen animiert, die sich im Anschluss stehend mit tosendem Applaus für die grandiose Darbietung bedankten. 

Eike Wilm Schulte schloss den Abend mit den Worten „Fröhliche Weihnacht“ und entließ die Zuschauer mit einer weiteren Zugabe von „Ode an die Freude: Freude schöner Götterfunken“. Mit Sicherheit wird sich manch einer an diesen Abend noch sehr lange erinnern.

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Straußenwirtschaft mit Eike Wilm Schulte und Ehepaar Nägler aus Erbach in Herscheid (05.04.2019)

(Ohne Berichterstattung)

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