Annie Joan Gagnon Schubert

Annie Joan Gagnon Schubert

Annie Joan Gagnon Schubert, 1975 in der Provinz von Quebec (Kanada) geboren, hat ihr zweites Buch mit dem Titel „Love Without Theatrics“ (auf Deutsch übersetzt „Liebe ohne Komödie“) veröffentlicht. Ihr erster Roman „Dandy“ kam 2006 auf den Büchermarkt.

Aber wie kommt eine Kanadierin nach Plettenberg? „Im Jahr 2006 hat mich eine Freundin aus meiner Kindheit gefragt, ob ich eine Reise mit ihr in den Süden machen würde“, erzählte Annie Joan Gagnon Schubert über die Anfänge einer großen Liebe. Ihre Freundin kümmerte sich um den Flug und das Hotel für das Reiseziel Kuba. Gleich am ersten Tag kam es zu einer Begegnung mit einem Mann in der Lobby des Hotels. Es war Silvio Schubert aus Plettenberg. Er nahm sie zwar wahr, aber ihr Ziel war nicht jemanden kennenzulernen. Annie Joan suchte mehr die Ruhe und die Entspannung im karibischen Inselstaat. Am nächsten Morgen kam es zu einer weiteren Begegnung mit dem zu dieser Zeit noch Unbekannten in der Nähe vom hoteleigenen Swimmingpool. Er sah die Kanadierin mit seinen großen blauen Augen an. Jedoch gestaltete sich die Verständigung schwierig. „Ich wollte mit ihm sprechen, aber er war ein Deutscher und ich konnte diese Sprache nicht sprechen. Ich spreche französisch, englisch und Gebärdensprache, denn ich war Dolmetscherin für gehörlose Studenten. Deutsch habe ich nie gelernt“, gesteht sie, mittlerweile gut deutsch sprechend mit einem Akzent Französisch. Silvios Freunde aus Slowenien agierten als Dolmetscher. Eine Woche lang versuchten sie sich am Strand mit Zeichen in Sand gemalt zu verständigen. Es entstand eine enge Bindung zwischen den beiden. Silvio wollte seine Urlaubsbekanntschaft wiedersehen. Annie Joan lud Silvio zu sich nach Quebec ein. 4 Jahre lang lebten sie in einer Fernbeziehung und im Anschluss erfolgte der Umzug nach Deutschland. 1 Jahr später gab sich das Paar in Las Vegas das Ja-Wort. Eine Liebesgeschichte mit Happy End wie aus einem Roman. 

Eine ähnliche Geschichte erzählt ihr neues Buch „Love Without Theatrics“. Die Romanfigur Lisa (Single und 30 Jahre alt) ist auf der Suche nach der wahren Liebe. Sie trifft Männer, aber sie weiß nicht genau, was sie will. An einem Punkt angelangt fängt sie an über ihr Leben nachzudenken. Sie möchte etwas mit Passion und Gefühl. Was sie braucht, ist die Wahrheit bzw. die wahre Liebe. Ob sie diese am Ende der Geschichte findet?

Als 11-Jährige träumte Annie Joan Gagnon Schubert Schriftstellerin zu werden. Sie gab ihren Traum niemals auf. Nach der schulischen Bildung auf einer Sekundarschule und dem College folgte ein Literaturstudium auf der Universität. Hier erkannten Dozenten ihr Talent zum Schreiben. Mit 19 Jahren entschied sie sich endgültig Schriftstellerin zu werden. In den Anfängen war es aber nicht so einfach. Parallel zu ihrem Lebenstraum als Schriftstellerin folgte ein Studium als Dolmetscherin. Zusammen mit einer Studentin, die wie eine Schwester für sie war, arbeitete sie 12 Jahre lang als Dolmetscherin. Nebenbei brachte sie ihre Geschichten zu Papier. Heute ist Annie Joan Gagnon Schubert froh darüber ihren Traum niemals aufgegeben zu haben. „Ich schreibe Bücher und ich schreibe auch für die ‚Canadian Encyclopedia‘ Artikel und Biografien“, so Annie Joan Gagnon über ihre derzeitige Arbeit. Das zweite Buch wird aber nicht ihr letztes sein. Sie schreibt bis zum Ende weiter Geschichten, die das Leben erzählen.

Eine weitere Leidenschaft entdeckte Annie Joan Gagnon Schubert in der Malerei. Bei einem Besuch einer Ausstellung der berühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo in Berlin vor ein paar Jahren ließ sie sich von den Werken inspirieren. Mit Pinsel und Farbpalette in der Hand bringt sie ihre Kunstwerke auf Leinwand. Ein Waldbrand nördlich von Quebec animierte die heute begeisterte Malerin dieses Erlebnis zu malen und ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen. „Danach hatte ich das Gefühl, dass meine Wohnung heiß war“, erzählte Annie Joan Gagnon Schubert über ihre ersten Erfahrungen mit dieser Kunst. Seit ihrem 15. Lebensjahr interessiert sie sich für Indianer. So entstehen Figuren von Stammesangehörigen. Montreal, Tunesien und eine Winterlandschaft bei Nacht irgendwo in den USA sind weitere Kunstwerke, die Annie Joan Gagnon Schubert schuf. Während einem Wochenende mit ihrem Mann Silvio Schubert im Schwarzwald schenkte ihr die Landschaft die Inspiration für ein weiteres Gemälde. Ihr Bruder und ihre Schwester arbeiten beim Zirkus und so malt sie auch Zirkuskunst. Weiter gehört die abstrakte Kunst zu ihrer Leidenschaft. Eines der abstrakten Werke wird als Einband des zweiten Buches verwendet. Annie Joan Gagnon Schuberts Wunsch ist eine Ausstellung ihrer bisherigen Kunstwerke in einer Galerie.

Die in Plettenberg lebende Künstlerin wird weiterhin ihren Leidenschaften treu bleiben und freut sich über neue Geschichten und Gemälde, die in Zukunft entstehen werden.